Die Tür hinter dem Golem geriet schnell in Vergessenheit, als Xanorin eine Geheimtür zur Mitte des Turmes entdeckte. Diese wurde geöffnet und dahinter befand sich ein staubiges Schlafgemach mit zwei Bücherregalen. Das Doppelbett in diesem Zimmer war verräterisch sauber und ordentlich. Es stach in diesem Zimmer hervor, denn nicht mal eine Spinnwebe hatte sich darauf verirrt, während jede andere Ecke des Zimmers davon übersät war. Penelope und Xanorin überlegten, ob ihnen so etwas schonmal in einem Buch oder einer Erzählung untergekommen sei und gemeinsam kamen sie zu der Erkenntnis, dass es sich wohl um ein sogenanntes „Bett der gestohlenen Ruhe“ handeln müsste. Ein Moment in diesem Bett würde ihre Kräfte wiederherstellen, aber für einen Preis. Für einige Zeit danach würden sie wohl keine Ruhe finden. So stark wie sie angeschlagen waren, war das aber den Preis wert. Zumindest für Penelope, Brutalos, Parvinca und Lynahra. Xanorin hingegen machte sich während der Ruhephasen seiner Gefährten Notizen über das Verhalten und ließ sich selbst nicht zu einem Nickerchen hinreißen.
Während sich jeweils zwei aus der Gruppe ausruhten, hatten die anderen drei Gelegenheit, sich in dem Zimmer etwas genauer umzusehen. Lynahra fand in den lückenhaft bestückten Regalen ein Buch, das sonderbar wirkte. Es war eine Attrappe und als er daran zog, offenbarte sich ein Geheimversteck im Boden. Darin befand sich ein Zauberstab. Was es damit auf sich hatte, konnte er nicht einschätzen, aber nichtsdestotrotz fand der Stab einen Platz in seinen Taschen, auch wenn er selbst diesen wohl kaum benutzen könnte.
Parvinca öffnete in der Zwischenzeit die gegenüberliegende Tür zur anderen Hälfte der Turm-Etage und fand sich einem dämonischen Hundewesen gegenüber. Es hatte zwei Köpfe, aber bemerkte die Halblingsfrau zunächst nicht. Erst als Lynahra sich „anschlich“, wandte es sich um und ging in die Offensive. Nur einen kurzen Moment dauerte es, bis Parvinca und Lynahra den zweiköpfigen Hund ausschalten konnten. Er bewachte offensichtlich die Tür, die von der anderen Seite von dem Fleischgolem bewacht wurde. In diesem Raum befand sich auch eine sonderbare Rune an einer der Wände. Xanorin kann diese als Quelle des Kraftfeldes des Turms identifizieren. Auch die Illusion, die den Turm versteckt, kommt von dieser.
Als alle wieder wach waren, stiegen sie wieder den Turm hinab, um einen Weg zu dem Anführer zu finden. Auf dem Weg nach unten mussten sie feststellen, dass die Zauberlehrlinge wohl in ihrem Versuch, den Dämon im Zaum zu halten, gescheitert waren. Sie lagen regungslos am Boden und keine Spur von dem Dämon. Sie durchsuchten die Leichen und gingen weiter nach unten. Auf der Etage, wo Xanorin gegen die Mimik gekämpft hatte, fanden sie den Halbork, der sich in dem Zimmer hinter seinem Sessel versteckt hatte, als der Dämon hier offensichtlich hindurch gewütet war. Penelope drohte dem Halbork, der aber scheinbar ohnehin kein Interesse an einer Auseinandersetzung hatte. Er zeigte der Gruppe den Weg ins Sanktum und offenbarte ihnen, dass die Silberringe mit dem grünen Stein „Teleporterringe“ waren, die die Gruppe in einem Teleporterkreis dort hinbringen würden. Die Wachen am Teleporterkreis griffen die Gruppe nicht an, nachdem Yorn, der Halbork, ihnen den Befehl gab zurückzubleiben.
Die Ringe reagierten bereits auf die Nähe zum Teleporterkreis mit einem leisen Summen und Vibrieren. Augenblicklich fanden sie sich in einer Art Wintergarten wieder, dessen Ausblick in eine Globule voller violettem Nebel und kleinen funkelnden Sternchen gerichtet war. Der Boden und die Wände waren aus weißem Alabaster gefertigt und hatten Verzierungen aus schwarzem Marmor. Kaum hatten sie sich an den Anblick dieses widernatürlichen Ortes gewöhnt, ging die Tür zum Nebenraum auf und dort stand der Mann, den Penelope in ihrer Vision gesehen hatte. Er stellte sich als Manshoon vor. Einige der Gruppe kannten diesen Namen. Er war ein mächtiger Magier, dem nachgesagt wurde, er würde eine Abspaltung, die Zhentarim anführen, aber bereits seine Existenz war eher eine Legende als Fakt. Umso beunruhigender war es, dass er die Helden einlud, ihm zu folgen. Im Nebenraum angekommen, zeigte sich eine große, aus schwarzem Mamor gemachte, geflügelte Schlange im Boden – Das Symbol der Zhentarim. Außerdem fanden sich viele groteske Masken an den Wänden. Während Penelope ihm noch Fragen stellte, schlich Lynahra von einer Tür im Raum zur anderen. Dies schien den schwarz-gerobten Magier wenig zu amüsieren und auf ein knappes Fingerschnippen seinerseits hin, folgte das Heraneilen seiner Bediensteten. Eine Magierin öffnete die Tür, vor der Lynahra gerade stand und benutze ein Artefakt, welches sie in Händen hielt, um einen Erdelementar herbeizurufen. Der Magier selbst schien sich unterdessen in Luft aufzulösen. Xanorin konnte vorher schon erkennen, dass dieser nur eine Illusion gewesen sein musste.
Ein heftiger Kampf entbrannte, wo die Gruppe ihre Aufmerksamkeit überwiegend auf das Erdelementar lenkte, während die Magierin sie zum Narren hielt und sie mit magischen Geschossen bombardierte. Kaum war das Elementarwesen nach einem zähen Kampf zur Strecke gebracht und auch die Magierin ausgeschaltet, kam aus der einen Richtung schon die Verstärkung in Form von zwei nahkampferprobten Mönchen. Eine davon war Mookie Plüsch, eine ehemalige Freundin von Parvinca, zu der sie vor wenigen Jahren den Kontakt plötzlich verloren hatte. Parvinca konnte dafür sorgen, dass Mookie nicht am Kampf teilnehmen wollte. Brutalos, der direkt neben ihr stand, war sich zunächst unsicher, ob Mookie nicht doch zweigeteilt werden musste, entschied sich dann aber doch dagegen, um der herannahenden Verstärkung aus der anderen Richtung entgegenzugehen. Ein Draufgänger und ein Barde fanden sich dort dem Barbaren gegenüber und waren ihrerseits ebenfalls schnell ausgeschaltet. Nun begannen sie direkt damit, sich umzusehen und die Widersacher ihrer Habseligkeiten zu entledigen. Doch war kein Zeichen von dem Magier zu sehen. Ob Mookie hier vielleicht helfen konnte?