Der letzte Tag vor dem Gründertag wurde genutzt, um letzte Vorbereitungen und Vorkehrungen zu treffen. Parvinca und Lynahra liehen sich ein Pferd vom befreundeten Bauern, um mit dem Pferd etwas Ausrüstung ins Anwesen zu schmuggeln. Brutalos traf sich mit Meloon im Yawning Portal, um vielleicht etwas leichter zu versteckende Waffen zu organisieren. In dem Gespräch kam heraus, dass für Brutalos wohl nichts Passendes spontan zur Verfügung stehen würde. Allerdings kam Brutalos auf die Idee, dass man vielleicht ein Messer zusammengerollt einfacher „irgendwo“ verstecken könnte. Also nahm er sich ein solches Messer und ging zu einem Schmied. Dieser machte das Messer flach und rollte es zusammen. Einige Male könnte man es auf und wieder zusammenrollen, bevor das Metall von Ermüdungserscheinungen zerbrechen oder reißen würde. Das reichte Brutalos. In einen kleinen Lederbeutel verstaut, verschwand das Bündel in seiner Unterhose. Penelope übte die Perücke korrekt aufzusetzen und Xanorin war mit Selbstbeweihräucherung … Ehm … „Meditation“ beschäftigt. Er war schließlich schon bestens vorbereitet.
Der Gründertag kam und Parvinca holte zusammen mit Lynahra das Pferd vom Bauen ab. Penelope war am Vormittag damit beschäftigt, ihre Verkleidung zu perfektionieren, während Brutalos und Xanorin darauf warteten, dass die Feier losging. Lynahra traf als erster dort ein. Als Barde erhielt er früher Zugang zum Anwesen als die anderen. Er schaute sich ein wenig um, bevor er sich mit Dreisaiten traf und sich kostümierte. Eine Weile später trafen die anderen Vier nacheinander in den abgesprochenen Paaren am Anwesen ein. Alle sahen sich um, bedienten sich am Buffet und den Getränken, während sie nach der Spieluhr Ausschau hielten. Abgesehen von verführerisch guten Törtchen, konnten sie aber nichts von Interesse finden. Die Aufmerksamkeit richtete sich zum Obergeschoss. Lynahra und Penelope tauschten sich kurz aus und kurz darauf gingen beide in die Abstellkammer, wo Lynahra seine Magie wirken ließ, um Penelope unsichtbar zu machen. Um ins Obergeschoss zu gelangen, bedurfte es aber etwas mehr, denn 2 Wachleute wurden abgestellt, um exakt diese Treppe genauestens zu bewachen. Lynahra ergriff die Gelegenheit, als die Wache für die Kinder des Adelspaares Platz machen mussten, während diese die Treppe heruntergestürmt kamen. Bevor die zweite Wache wieder ihre Position einnehmen konnte, „stolperte“ Lynahra ganz versehentlich gegen diese und Penelope nutzte das Zeitfenster. Es gelang ihr knapp an den Wachen vorbeizuschlüpfen, ohne dass diese etwas bemerkten. Im Obergeschoss angekommen, wirkte Penelope einen Zauber, um ihr Vertrautentier in Form einer Spinne zu beschwören. Durch die Augen des Vertrauten konnte sie nun die Räume erkunden. Eine Art Lounge verbarg sich direkt hinter der ersten Tür, unter der sie hindurchkrabbeln konnte. Nichts auffällig war zu finden. Auch der nächste Raum, ein Ankleidezimmer, brachte keine Erkenntnisse. Der nächste Raum aber stellte sich als Schlafgemach der Hausfürsten heraus. Auffällig und mehr als ungewöhnlich waren die Wandzeichnungen: Sie zeigten Bilder der Neun Höllen. Für augenscheinlich so rechtschaffene Bürger waren solche Kunstwerke äußerst auffällig. Des Weiteren fand sie eine goldene Schatulle unter dem Bett versteckt, die sie aber als Spinne nicht öffnen konnte. Den letzten Raum konnte sie allerdings nicht betreten. Über der Tür befanden sich erneut Runen, die sie als Bannzauber interpretierte. Ein Blick unter der Tür hindurch ließ sie auf eine Art Bücherstube schließen.
In der Zwischenzeit berieten sich Lynahra, Parvinca und Xanorin, wie sie weiter vorgehen sollten. Die Kinder waren wieder in das Obergeschoss verschwunden und sie wussten nicht, ob die Kinder Penelopes Körper entdeckt hatten. Parvinca sollte sich nun ebenfalls ins Obergeschoss begeben, aber Lynahra konzentrierte sich noch auf den Unsichtbarkeitszauber von Penelope. Allerdings beherrschte auch Xanorin diesen Zauber und kurzerhand wurde Parvinca an einem ruhigeren Ort als dem überfüllten Ballsaal von ihm unsichtbar gemacht. Die Fassade stellte für die kleine Halblingsfrau kein Hindernis dar. Die Fenster hingegen waren gut gesichert und es gelang ihr nur, mit Mühe und Not eines der Fenster von außen zu entriegeln und ins Innere zu gelangen. Auch sie fand sich jetzt im Schlafzimmer wieder.
Währenddessen ließ es sich Brutalos auf der Feier gut gehen. Nachdem er einem der Bediensteten ein Tablett mit Snacks direkt komplett abgenommen hatte, ging er zu Dreisaiten und nutzte den Flügel als Stehtisch. Die Wache in der Nähe des Flügels sprach er an und fragte sie, ob er hier auch so unauffällig sein sollte, wie er es war. Zu seinem Glück war die Wache sehr schwer von Begriff. Vielleicht war es auch Dreisaiten, der durch lauteres Spielen dafür sorgte, dass die Wache ihn einfach nicht richtig verstanden hatte. Etwas enttäuscht von diesem Gesprächspartner, ging Brutalos nach unten, um sich dort noch einmal etwas umzusehen. Im Innenhof traf er auf weitere Wachen, die gerade dort patrouillierten. Er fragte nach dem Weg zum Stall und fragte auch hier erneut, ob diese Wachen so unauffällig wären, wie er. Etwas stutzig, aber hellhörig reagierte eine der Wachen, erklärte ihm aber den Weg zum Stall. Danach gingen sie etwas zügiger als zuvor in das Hauptgebäude des Anwesens, während Brutalos sich auf den Weg zum Stall machte und dort, nach etwas hin und her mit weiterem Personal des Anwesens, fand er Lynahras Pferd und auch seine Ausrüstung.
Lynahra nutzte unterdessen jede Gelegenheit, die beiden Wachen vor der Treppe zum Obergeschoss mehr oder weniger unterschwellig zu beleidigen.
Memo Tageszeit: ~15:30 Uhr