Nach einer geruhsamen Nacht*, fand sich die Gruppe wieder in der Taverne zusammen, um gemeinsam ins Hafenviertel aufzubrechen, wo Floon zuletzt gesehen wurde. Ihre erste Anlaufstelle war die Taverne „Zum Aufgespießten Drachen“. Diese heruntergekommene Kaschemme ist für gewöhnlich nur von Gesindel, Seefahrern und Tagelöhnern besucht. Früh am Morgen trifft man dort entsprechend auch nur die hartgesottensten Trunkenbolde an. So war es auch an diesem Tag. Der Wirt räumte gerade noch die Reste des Vorabends weg, als die Gruppe eintraf und ein paar wenige Gäste ließen sich das „Bier“ schmecken. Einer der Gäste war Jim, der nach etwas „Überzeugungsarbeit“ von Brutalos und Lynahra, konnte Jim sich auch plötzlich wieder an den Abend erinnern und erzählte, dass Floon wahrscheinlich von einer Schlägertruppe der Zhentarim weg gehascht wurde und diese Truppe wohl öfter in einem Lagerhaus in der Kerzengasse herumlungern würde. Dieser Spur gingen die Helden sogleich nach und machten sich auf in die Kerzengasse. Auf dem Weg dorthin konnte die Heldengruppe die Stadtwache bei der Arbeit erleben, denn in einer Seitenstraße, an der sie vorbeikamen, fand an diesem Morgen offensichtlich ein Blutbad statt. Eine Gruppe Xanathar- und eine Gruppe Zhentarim-Schläger haben hier einen Kampf ausgetragen und von den beiden Gruppen waren letztendlich nur noch 3 am Leben. Der Rest lag in Blutlachen auf der Straße. Viel zu sehen war allerdings nicht, denn die Stadtwache hatte den Bereich großzügig abgesperrt. Nach diesem kurzen Intermezzo fanden die Helden sich in der Kerzengasse wieder. Hier war es dank des Nebels, der hohen Häuser und schmaler Gassen beinahe so dunkel wie in der Nacht. Nach kurzer Einschätzung der Lage öffnete Pavinca das Schloss der Eingangstür. Die Tür öffnete Brutalos dann aber mit einem beherzten Tritt und fand sich in der Lagerhalle wieder, wo er direkt von einem Pfeil begrüßt wurde. Wie sich nach kurzer Zeit herausstellte, wurde die Halle von Kenkus (Nicht-flugfähiger Vogelmenschen) besetzt. Diesen Kenkus wurde die Gruppe aber schnell Herr, wobei Brutalos in einem der Kenkus einen guten „Freund“ gefunden hatte. Er warf sich immer wieder in die Schussbahn zwischen Brutalos und seinen Gegnern. Vielleicht lag es auch an Brutalos‘ liebevollen Griff um seinen Hals, aber wer vermag das schon zu sagen?
Nachdem sich der Staub wieder gelegt hatte, inspizierte die Gruppe die Halle genauer. Neben einigen Ramsch und Kisten voller Waffen, fanden sie versteckt in einer Abstellkammer Renaer Neverember, den Sohn des ehemaligen offenen Fürsten von Waterdeep. Er passte zwar weitestgehend auf Floons Beschreibung, aber offensichtlich gab es hier bei den Entführern ein Missverständnis. Nach Renaers Ausführungen wurde klar, dass er und Floon noch gemeinsam an diesem Abend unterwegs waren und dann entführt worden waren. Floon wurde dann von den Kenkus verschleppt und er konnte sich in der Abstellkammer während des Tumultes verstecken. Renaer meinte, dass er aus den Zurufen der Kenkus in etwa ausmachen konnte, wohin sie seinen Freund gebracht haben. Auch erklärte er sich bereit, an der Rettungsaktion teilzunehmen. In diesem Moment hörte die Gruppe, wie im Gleichschritt mehrere schwer-gerüstete Personen dem Lagerhaus näher kamen.
*) geruhsam war die Nacht nur für Penelope und Frau Tuk, denn Brutalos konnte kein Auge schließen, ehe er nicht noch einmal den Abgrund in der Taverne inspizierte. Dabei hatte Lynahra mitbekommen, wie Brutalos sein Nachtlager verließ und folgte ihm. Außer Brutalos beim Trinken abgestandenen Bieres zuzusehen und wie er auf dem Vorsprung des Abgrundes herum robbte, passierte aber nichts Spannendes.