Parvinca sah sich im Obergeschoss eine Weile um, konnte aber keine Spieluhr entdecken. Sie verließ die Lounge etwas später und sah durch das Schlüsselloch ins Kinderzimmer. Dort konnte sie die zwei Kinder der Cassalanters spielen sehen. Sie entschied sich erst einmal nach Penelope zu rufen, doch diese war gerade als ihre Vertrautenspinne dabei, das Kinderzimmer zu inspizieren und konnte Parvinca deshalb nicht hören. Parvinca bemerkte aber die Spinne und wollte sich hochnehmen. Da sie aber unsichtbar war, erschreckte sie die Spinne nur. Diese verschwand rasch in einer Ecke des Flurs und Penelope kam wieder „zu ihren Sinnen“. Dabei konnte sie beobachten, wie sich die Tür zur Lounge öffnete und wieder schloss, ohne dass jemand augenscheinlich ein- oder ausging. Sie folgte rasch und nach kurzer „Suche“, fanden die beiden zueinander (Wenn zwei unsichtbare sich suchen …).
Zur selben Zeit schnappte sich Brutalos seine Axt vom Pferd und spazierte aus dem Stall hinaus. Endlich fühlte er sich nicht mehr so nackt! Doch sollte das noch einige Folgen nach sich ziehen: Als er den Stall verließ, hielt ihn die Wache auf und befahl ihm, seine Axt abzugeben. Diesen Befehl ignorierte Brutalos naturgemäß, doch wurde er daraufhin von insgesamt 5 Wachen überwältigt. Er wurde gefesselt, abgeführt und in einen der Schlafräume im Stall gebracht und dort eingesperrt. Er begann jedoch sehr schnell mit seinem Ausbrauchsversuch: Das zusammengerollte Messer, welches er immer noch in einem kleinen Lederbeutel in seinem Schritt aufbewahrte, sollte sich als äußerst hilfreich erweisen. Zwar fiel es ihm nicht einfach, an das Messer heranzukommen, da er noch gefesselt war, doch gelang es ihm schließlich, sich zu befreien. Mit dem Messer bewaffnet, versuchte er, das Schloss der Tür zu entriegeln. Dabei ging er so geschickt vor, dass er direkt das ganze Schloss ausbaute. Die Wache, die vor dem Zimmer Wache stand, bekam gar nicht mit, wie ihr geschah, als Brutalos sie in den Schwitzkasten nahm und bis zur Bewusstlosigkeit würgte. Er durchsuchte den Stall daraufhin nach seiner Axt und einer Verkleidung, um aus dem Stall herauszukommen, ohne direkt wieder eingesperrt zu werden. Dabei nahm er die Wache als menschlichen Schild vorerst mit, bis er seine Axt in einem der Werkzeugkammern wiederentdeckte. Er verstaute die Axt zunächst wieder am Pferd, besorgte sich eine Decke, welche er sich über den Kopf warf und verließ dann zusammen mit dem Pferd den Stall.
Während Xanorin, Lynahra und Brutalos noch im Untergeschoss ihr Unwesen trieben, waren Parvinca und Penelope dabei, sich die goldene Schatulle unter dem Bett im Schlafzimmer noch einmal genauer anzusehen. Parvinca gelang es allerdings nicht, sie zu öffnen. Vermutlich war es die Kombination aus Zeitdruck, dass der Unsichtbarkeitszauber auslaufen könnte und dass sie aufgrund selbigen Zaubers ihre eigenen Hände beim Schlossknacken nicht sehen konnte. Sie ließen die Schatulle zunächst zurück und suchten nun einen Weg, die Bannmagie an der Tür zum Arbeitszimmer aufzulösen. Penelope erinnerte sich daran, dass sie nach der Einstimmung auf den Stein von Golorr über diesen in der Lage war, den Zauber Magie Bannen zu wirken. Genau dies tat sie auch und löste die Magie auf. Jetzt konnten sie das Arbeitszimmer betreten, ohne die magische Falle auszulösen. Im Arbeitszimmer fanden sie nichts, was ihre Aufmerksamkeit angezogen hätte, bis auf die Leiter in den Dachboden. Über diese gelangen beide in die Dachkammer.
Unterdessen versuchten Lynahra und Xanorin irgendwie ins Obergeschoss zu gelangen. Mit dem Botschaftszauber, wollte Lynahra Kontakt zu Penelope aufbauen, doch erhielt er keine Antwort. Das sorgte bei ihm für ein ungutes Gefühl. Lynahra begann damit, den bereits gut angeheiterten Gästen einzuflüstern, dass im Obergeschoss der gute Alkohol wäre und im Ballsaal bereits die Vorräte aufgebraucht seien. Xanorin nutzte ein geschicktes Manöver, um den Bediensteten, der gerade mit einem Tablett voll mit gefüllten Gläsern aus der Küche kam, zum Stolpert zu bringen. Dabei fielen die Gläser zu Boden und nahezu jeder im Raum bekam mit, dass der vermeintlich letzte Alkohol nun eine große Pfütze auf dem Boden bildete. Dies war der Tropfen, der das Fass der Unruhe der Meute zum Überlaufen brachte. Beinahe alle Gäste im Ballsaal versuchten indessen in das Obergeschoss zu gelangen. Die zwei Wachen hielten aber noch tapfer ihre Stellung, während die grölende Menschentraube sich nach oben zu drängen versuchte. Mit etwas Abstand wirkte Xanorin inzwischen den Zauber Nebelschritt, und konnte sich auf den Treppenabsatz weiter oben teleportieren. Lynahra machte sich mit seiner Magie unsichtbar und versuchte, sich irgendwie durch die Menge zu drängen. Dies gelang ihm allerdings nicht. Er musste sich einen anderen Weg nach oben suchen.
Brutalos ging unterdessen mit dem Pferd den Weg entlang, durch den Schmetterlingsgarten und zum Eingang des Haupthauses, wo er den beiden Wachen sehr glaubhaft vermitteln konnte, dass er mit dem Pferd zu seinem Meister müsse. Es war schwer einzuschätzen, ob die Wachen mehr von der Decke über seinem Kopf, oder der Tatsache, dass Brutalos mit dem Pferd ins Haus wollte, irritiert waren. Dies war Brutalos aber letztendlich egal und er spazierte mitsamt Pferd in den Hausflur, wo er versuchte, das Haus durch die Haupttür zu verlassen. Zu seinem Erstaunen bewegte sich diese aber kein Stück. Sie war nicht nur verschlossen, sondern scheinbar auf magische Weise verriegelt. Von diesem unerwarteten Umstand verwirrt, ließ Brutalos zunächst das Pferd im Gang zwischen Garten und Eingangsbereich stehen und überredete einen Gast dazu, mit ihm die Klamotten zu tauschen, sodass Brutalos weniger auffällig das Gebäude nach einem anderen Ausweg durchsuchen konnte. Der Gast willigte ein, nachdem Brutalos ihm versichert hatte, dass das ein total tolles Spiel sei. Zwar waren ihm die Sachen etwas eng, doch würde er insgesamt wahrscheinlich nun etwas weniger auffallen als vorher.
So schlenderte Brutalos durch das Erdgeschoss, bis Lynahra ihn entdeckte. Lynahra, immer noch unsichtbar, sprach Brutalos an und meinte, dass er seine Hilfe im Ballsaal bräuchte, um ins zweite Obergeschoss zu gelangen. Brutalos, zunächst etwas irritiert, woher die Stimme kam, folgte seinem Gefährten dann aber rasch.
Nur ein schmaler Spalt am Fenster ließ Licht in die Dachkammer, wo sich Penelope und Parvinca wiederfanden. Beiden fiel sofort auf, dass die Wände merkwürdig beschaffen waren und der Schall sich hier nur schlecht ausbreitete und kein Echo entstand. Eine Tür führte in ein anderes Zimmer. Sie schlossen die Falltür nach unten wieder und öffneten die Tür. Sofort kam ihnen ein Schwall von Schwefelgeruch und lautem Geheul entgegen. Zunächst schließen sie die Tür wieder und berieten sich, was zu tun sei. Letztendlich siegte die Neugier und sie betraten die Kammer. Parvinca entzündete ihre Laterne, um Licht ins Dunkel zu bringen. Was sich ihnen hier zeigte, war mehr als bizarr. In der Mitte des Raumes war ein Pentagramm in den Boden gebrannt. Darin stand eine groteske Kreatur, eingewickelt in Ketten, die an den Stützpfeilern des Daches befestigt oder an der Wand verankert waren. Wie eine Fliege, gefangen im Spinnennetz, stand das Wesen dort und heulte bitterlichst. Penelope fragte das Wesen, ob sie es befreien sollte, doch kurz nach der Frage, wurde sie von zwei Spinnen, etwas größer als eine Vogelspinne, angefallen. Penelope und Parvinca gelang es, die beiden Spinnen zu töten, doch nicht, ohne dass Penelope schwer getroffen wurde und sich nur noch gerade so auf den Beinen halten konnte.
Gerade, als die Spinnen besiegt waren, traf Xanorin, der Retter der Stunde, ein. Pünktlich, um das Ergebnis des Kampfes in Augenschein zu nehmen. Auch Brutalos und Lynahra gelang es kurze Zeit später ebenfalls, das Obergeschoss zu betreten und ihren Weg zum Dachboden zu finden.